Da beim 420er die Mastposition sowie Salingwinkel und Salinglänge nicht auf dem Wasser verstellt werden kann muss zwischen einem Basistrimm und dem Trimm auf dem Wasser unterschieden werden. Beide Trimmarten werden untenstehend genauer umschrieben.
WerkzeugUm deinen 420er Trimmässig einzurichten benötigst du folgende Untensilien:
- Doppelmeter
- Messband
- Toplatte
- Wantenspannmessgerät (Immer das geliche verwenden)
- Schreibzeug und Trimmtabelle
VorgehenWird später beschreiben.
420er Tuning Guide von der North Sail Homepage (Basistrimm)
MastfussDer abstand misst von der Innenseite des Spiegels bis zur Rückseite des Mastes 2830mm oder kurz gesagt - ganz vorn.
SalingeDie Länge wird von der Seitenwand vom Mast bis zur Wante gemessen. Um den Salingwinkel zu messen, platzieren wir die Toplatte auf die Wante an den Salingen und messen den längsten Abstand zwischen Latte und Außenkante Mastnut.
Da es diverse Masten gibt, muss zwischen den einzelnen Masten unterschieden werden.
Mast Saling Länge Saling Winkel
Super Spar M7 470 mm 162 mm
Super Spar M7 470 mm 165 mm
Proctor Kappa 470 mm 160 mm
MastfallGemessen wird der Abstand zwischen Masttop und der Oberkante vom Spiegel ohne Klötze, aber mit Mastspannung.
Windstärke
|
|
| Mastfall
|
Knoten
| Beaufort
| m/s
|
|
0 - 6
| 0 - 2
| 0 - 3
| 6090 mm
|
6 - 11
| 2 - 3
| 3 - 5
| 6065 mm
|
12 - 16
| 4
| 5 - 7
| 6050 mm
|
17 - 23
| 5 - 6.5
| 8 - 12
| 6035 mm
|
24 +
| 6.5 +
| 12 +
| 6020 mm
|
RiggspannungWir messen die Riggspannung auf Höhe der Schulter mit einem Super Spar "Power Otto".
Windstärke
|
|
| Riggspannung
|
Knoten
| Beauford
| m/s
|
|
0 - 6
| 0 - 2
| 0 - 3
| 32
|
6 - 11
| 2 - 3
| 3 - 5
| 28 - 29
|
12 - 16
| 4
| 5 - 7
| 30
|
17 - 23
| 5 - 6.5
| 8 - 12
| 30
|
24 +
| 6.5 +
| 12 +
| 30
|
PS - wenn Du den falschen Mastfall eingestellt hast, dann erreichst Du die Optimierung des Trimms durch Dichtholen der Fockfalltaille, um den Druck im Boot zu erhöhen, oder durch Auffieren der Taille um den Druck herauszulassen.
Segel und BootsfeintrimmKlötzeMit den Klötzen kontrolliert man die Vorbiegung des Mastes und damit die Power im Rigg.
Es reichen 3 Klötzer von je 15mm Stärke, die die wichtigsten Basistrimmöglichkeit während des Segelns sind.
Windstärke
|
|
| Klötze |
Knoten
| Beauford
| m/s
|
|
0 - 6
| 0 - 2
| 0 - 3
| 0 - 1
|
6 - 11
| 2 - 3
| 3 - 5
| 1 - 2
|
12 - 16
| 4
| 5 - 7
| 3 - 2
|
17 +
| 5 - 6.5
| 8 - 12
| 1
|
SchwertBei Leichtwind sollte das Schwert an der Kreuz etwas
nach vorne gekippt werden. Bei auffrischendem Wind sollte das Schwert
gerade gefahren werden. Wenn der Wind weiter zunimmt, kann das Schwert
leicht aufgeholt werden.
Breddel Länge ( Großschotdreieck )
Es ist wichtig, daß sich der Baum möglichst in der Mittschiffslinie befindet, also mußt Du die Länge des Breddelstrops den gegebenen Bedingungen anpassen.
Windstärke
|
|
| Bredder Länge
|
Knoten
| Beauford
| m/s
|
|
0 - 6
| 0 - 2
| 0 - 3
| 560 mm
|
6 - 11
| 2 - 3
| 3 - 5
| 555 mm
|
12 - 16
| 4
| 5 - 7
| 530 mm
|
17 +
| 5 - 6.5
| 8 - 12
| 525 mm
|
GroßsegelToplatteBei leichtem Wind sollte die Latte nur leicht in die Tasche gedrückt werden, mit dem Klettverschluß wird nur ein Herausfallen verhindert. Bei mittlerem bis stürmischen Wind erhöhst Du die Vorspannung der Latte durch stärkeres Durchsetzen des Klettverschlußes.
CunninghamBenutze das Cunningham nur im überpowerten Bereich, um das Achterliek zu öffnen. Laß bei Leichtwind die Falten im Vorliek stehen.
BaumniederholerSo lange Du den Großbaum in der Mittschiffslinie halten kannst, benutzt Du keinen Baumniederholer. Sobald der Großbaum die Mittschiffslinie verläßt, ziehst Du den Baumniederholer an, um das Segelprofil zu kontrollieren. Bei Startwind wird der Baumniederholer so stark wie möglich angezogen.
TopfadenDer Topfaden sollte zu 90% frei fliegen. Er wird durch den Niederholer und die Grossschot beeinflust. Kann bei viel Wind das Grosssegel nicht genügend dichtgenommen werden, ist der Niederholer einzusetzen.
FockFockschotGenerell in allen Bedingungen, außer bei Leicht- und Starkwind, die Luvschot ziehen. Die Leeschot bei Leichtwind um ca. 25mm öffnen.
Fockeinstellung (ein bisschen kryptisch)Setze Marken an Deine Fock- und Luvschot wie folgt: Binde Dein Boot am Slipwagen fest, stelle es auf Kreuzkurs, stelle die Segel auf Kreuzstellung ein und seh Dir die Düse (der Abstand zwischen Großsegel und Fock) an. Stelle das Achterliek der Fock parallel zum Großsegel ein. Vergewißere Dich, daß die Fock im richtigen Anstellwinkel eingestellt ist und mit dem Unterliek auf dem Deck aufliegt. Ist die Grundstellung so korrekt eingestellt (nimm Dir ruhig Deinen Trainer zu Hilfe ! ), setze Marken (in der Nähe der Klemme) auf die Fockschot in Luv und in Lee. Wiederhole den Vorgang auf dem anderen Bug.
FockcunninghamDieses sollte so stark angezogen werden, daß die Falten von der Vorliek verschwinden. Das Fockcunningham arbeitet in gleicher Weise wie das Cunningham im Großsegel.
Grundregeln des 420er-Segelnsa Spiele immer mit der Großschot.
b Zieh die Luvschot der Fock immer an, außer bei leichtem oder sehr starken Wind.
c Zieh den Niederholer bei Starkwind so fest wie möglich an.
d Setze das Cunningham niemals, außer bei Starkwind, ein.
e Segel das Boot immer aufrecht.